Tatjana Masurenko

Tatjana Masurenko

Bratschistin

„Eine grandiose Bratschistin!“ (Deutschlandfunk), „Ihre Einspielung ist ein Erlebnis“ (Rondo), „Technisch und musikalisch überragend“ (FAZ) – das sind nur einige der überschwänglichen Aussagen, zu denen sich die Fachpresse hinreißen lässt, wenn es um Tatjana Masurenko geht.

Seit gut 15 Jahren ist sie als Solistin und Kammermusikerin eine feste Größe in der Europäischen Musikszene. Ihre ausdrucksvolle und leidenschaftlich markante Art zu musizieren verleihen ihr ein unverkennbares Profil und zeichnen sie als eine der führenden Interpretinnen ihres Fachs aus. Ihre große Liebe ist die Viola. Nie hat sie ernsthaft in Erwägung gezogen, Violine zu spielen. Mit der gleichen Entschiedenheit, mit der sie als 10-Jährige für ‚ihre’ damals noch viel zu große Bratsche gekämpft und sich durchgesetzt hat, plädiert sie auch heute mit jedem Auftritt für ihr Instrument.

Tatjana Masurenko stammt aus einer russischen Jazz-Musikerfamilie. Mit fünf Jahren erhielt sie ersten Violinunterricht. Fünf Jahre später wechselte sie zur Viola. Sie studierte in St. Petersburg zuerst an der Spezialschule für hochbegabte Kinder und später am Staatlichen Konservatorium. 1991 kam sie nach Deutschland und studierte bei Kim Kashkashian und Nobuko Imai. Einen gewichtigen Einfluss auf ihre künstlerische Entwicklung hatten vor allem auch ihre Begegnungen mit Boris Pergamenschikow, György Kurtág und Brigitte Fassbaender.

Tatjana Masurenko erhielt zahlreiche internationale Preise und Auszeichnungen, z.B. beim internationalen Violawettbewerb in Markneukirchen, beim Wettbewerb Lionel Tertis in England oder dem Yuri Bashmet-Wettbewerb in Moskau. Sie konzertiert regelmäßig mit namhaften Dirigenten und Orchestern in Europa, Russland und Asien. So wurde sie oft von der NDR Radiophilharmonie, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem RundfunkSinfonieorchester Berlin, den St. Petersburger Philharmonikern, dem Hongkong Symphony Orchestra oder dem Thomanerchor Leipzig unter Dirigenten wie Marek Janowski, Eiji Oue, Herbert Blomstedt, Georg Christoph Biller oder Peter Oundjan eingeladen.

Ihre große Leidenschaft gehört der Kammermusik. Lars Vogt, Christian Tetzlaff, Antje Weithaas, Isabelle Faust, Jörg und Carolin Widmann, Gustav Rivinius oder das Vogler Quartett sind nur einige ihrer Kammermusikpartner, mit denen sie regelmäßig konzertiert.

Tatjana Masurenko ist ein sehr gern gesehener Gast bei den renommierten internationalen Kammermusikfestivals wie etwa beim Marlboro Music Festival, dem Heimbach Kammermusik Festival „Spannungen“, dem MecklenburgVorpommern Musikfestival, dem Schloss Moritzburg Festival, dem Rheingau Musikfestival, dem Lofoten Chamber Music Festival, dem Elverum Music Festival und dem Sligo Chamber Music Festival.

Tatjana Masurenko verbindet eine enge Zusammenarbeit mit dem Label Coviello Classics, bei welchem bis jetzt drei Aufnahmen erschienen sind. Ihre jüngste Einspielung „Konzert für Viola und Klavier“ von Karl Amadeus Hartmann mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und Marek Janowski entstand in Koproduktion mit Deutschlandradio und wurde von Capriccio veröffentlicht. Die CD wurde mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik, Diapason découverte und dem Supersonic Award des Luxemburger Pizzicato Magazins ausgezeichnet. Zahlreiche Kammermusikaufnahmen sind bei EMI Classics, SONY Classical und Wergo erschienen.

Neben ihrer Konzerttätigkeit bekleidet Tatjana Masurenko eine Professur für Viola an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig und leitet regelmäßig Meisterkurse in Deutschland, Russland, der Türkei und England.

Tatjana Masurenko spielt eine Viola von P. A. Testore von 1750.

Webseite: www.tatjana-masurenko.com

[Foto: Carmen Jasmyn Hoffmann]

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