Stephan Scherpe

Stephan Scherpe

Tenor

Stephan Scherpe sammelte erste sängerische Erfahrungen in der Domkantorei seiner Geburtsstadt Merseburg.

Bis 2013 studierte er klassischen Gesang bei Juliane Claus an der Martin-Luther-Universität in Halle (Saale) und Berthold Schmid an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig. Seine Ausbildung vertieft er in Kursen und Meisterklassen bei renommierten Gesangspädagogen und anerkannten Interpreten wie z. B. KS Regina Werner-Dietrich, Sigrid T’Hooft, Phillip Moll, Rudolf Piernay, James Taylor, KS Julie Kaufmann und Werner Güra. Darüber hinaus wurde er mit einem Erasmus-Stipendium ausgezeichnet und konnte bei Gianni Fabbrini am Conservatorio di Musica „Luigi Cherubini“ in Florenz weitere wichtige Impulse für sein künstlerisches Schaffen erhalten.

Stephan Scherpe ist hauptsächlich im konzertanten Bereich zu erleben. Dabei kann er auf ein Repertoire von Heinrich Schütz bis Marcel Dupré zurückgreifen. Seine besondere Vorliebe gilt der Interpretation der Vokalwerke Johann Sebastian Bachs, aber auch romantischen Kompositionen widmet er sich mit großem Interesse. Engagements führten den Sänger bisher u. a. zu bedeutenden Musikfestivals, wie zur Bachwoche und zum Musikfest Stuttgart, den Händelfestspielen Halle (Saale), zum Bachfest, zu den Mendelssohn-Festtagen und zur Schumann-Festwoche Leipzig sowie in die Schweiz, nach Belgien, Dänemark und Italien.

So arbeitete er mit namhaften Ensembles, wie dem Bach-Collegium Stuttgart (Leitung: Helmuth Rilling), dem Stiftsbarock Stuttgart (Leitung: Kay Johannsen), dem Zürcher Ensemble La partita und dem Freiburger Barockorchester zusammen.

Seit November 2014 liegt eine CD-Einspielung des Bachschen Weihnachts-Oratoriums mit dem belgischen Barockensemble La petite bande (Leitung: Sigiswald Kuijken) vor. Mit diesem Ensemble unternahm der Tenor im März 2015 mit der Johannes-Passion (ebenfalls von J. S. Bach) Konzertreisen nach Monte-Carlo (MC), Amsterdam (NL) und Maasmechelen (B).

Erfahrungen im Musiktheater konnte Stephan Scherpe bereits in verschiedenen Inszenierungen während seines Studiums sammeln. So übernahm er z. B. beim Leipziger Bachfest 2010 in J. D. Heinichens wiederentdeckter Oper „Die lybische Talestris“ die Partie des Marton sowie bei den Opernfestspielen 2011 in Bad Hersfeld die Partie des Conte Almaviva in G. A. Rossinis „Il barbiere di Siviglia“.

Von 2009 bis 2011 gastierte er an den Städtischen Bühnen Gera und am Landestheater Altenburg.

Im Sommer 2015 war er im Rahmen der Schlossoper Haldenstein, Schweiz in der Partie des Gabriel von Eisenstein in Johann Strauß' Operette »Die Fledermaus« zu erleben.

Künftige Engagements führen den Sänger u. a. im Frühjahr 2016 mit Schuberts »Winterreise« nach Neudorf/Sehmatal sowie auf eine Japan-Tournee mit La petite bande und der Bachschen Matthäus-Passion.

[Foto: Anne Hornemann]

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