Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“

Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“

Neben seiner Berufung zum Universitätsmusikdirektor erhielt Max Reger im Jahre 1907 auch jene zum Professor am Königlichen Konservatorium in Leipzig. Den Posten an der heutigen Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ bekleidete er bis zum Ende seines Lebens. Hier reiht sich sein Name in eine Liste von Lehrerpersönlichkeiten, die vom Gründer Mendelssohn bis zu so namhaften Interpreten der Gegenwart wie Carolin Widmann, Peter Bruns oder aber Tatjana Masurenko reicht.

Thomasschule, Thomaskirche und Thomanerchor

Thomasschule, Thomaskirche und Thomanerchor

Bereits 1898 war Max Reger Karl Straube begegnet. Der Altersgenosse hatte seine Orgelsuite in Frankfurt am Main gespielt – der Anfang einer bis zum Tode des Komponisten währenden Künstlerfreundschaft. Kontinuierlich setzte sich der spätere Thomasorganist und Thomaskantor für das Werk Regers ein. Nicht nur Regers Orgelwerk hob er aus der Taufe. Der Thomanerchor fühlt sich dieser Tradition verbunden. Nicht allein daher ist die Thomaskirche ein Ort lebendiger Reger-Pflege. Die Kirche verfügt mit ihrer Sauer-Orgel über die Reger-Orgel schlechthin.

Gewandhaus zu Leipzig

Gewandhaus und Gewandhausorchester Leipzig

Ähnlich verhält es sich mit dem Gewandhausorchester, das sich konsequent für die Aufführung des Regerschen Orchesterwerkes eingesetzt hat und bis heute einsetzt. Mit dem Konzert für Violine und Orchester A-Dur und jenem für Klavier und Orchester f-Moll wurden im Gewandhaus 1908 bzw. 1910 zwei der bedeutendsten Werke des Meisters uraufgeführt.

David Timm, Universitätsmusikdirektor


Leipziger Universität und Universitätsmusik

Die Geschichte, die die Leipziger Universität seit Reger allein in baulicher Hinsicht durchlebt hat, ist ebenso wechselvoll wie bezeichnend. Und diese Geschichte ging insbesondere an der Universitätsmusik, der der Meister als Universitätsmusikdirektor in den Jahren 1907/08 vorgestanden hatte, nicht spurlos vorbei. Dennoch präsentiert sie sich als Bewahrer einer langen und eindrucksvollen Musiktradition, in der Max Reger eine feste Größe ist.