Reger Festtage in Leipzig gestartet

von Melanie Wolf (Kommentare: 0)

Vor genau 100 Jahren, am 11. Mai 1916, starb ein Komponist, über den sein Kollege Paul Hindemith einst sagte: „Max Reger war der letzte Riese in der Musik. Ich bin ohne ihn gar nicht zu denken.“ Die Stadt Leipzig nimmt dieses Jubiläum zum Anlass, um mit den Max Reger Festtagen vom 8. bis 20 Mai gebührend an den Meister zu erinnern. Damit führt Leipzig die Kette der Jubiläen seit 2009 (Mendelssohn 2009, Schumann 2010, Mahler 2011, THOMANA 2012, Wagner 2013, Friedliche Revolution 2014 und 1.000 Jahre Leipzig 2015) fort, die aus dem Stadtleben nicht mehr wegzudenken sind.

Max Reger, zu Lebzeiten gefeierter Organist, umstrittener Komponist und hochdekorierter Dozent, hinterlässt ein umfangreiches und vielfältiges OEuvre, welches für viele berühmte Komponisten seiner und nachfolgender Generationen Inspiration und Vorbild war.

Regers Leipziger Phase begann 1907 mit seiner Berufung an die Universitätsmusik bzw. an das Königliche Konservatorium. Den Posten als Universitätsmusikdirektor übte er zwar nur kurz aus, seine Meisterklasse am Konservatorium jedoch leitete er mit großem Engagement und Erfolg bis zu seinem Tod weiter. Er starb im Alter von 43 Jahren an Herzversagen, nachdem er ein letztes Mal in Leipzig unterrichtet hatte. In seinem Hotelzimmer fand man die Korrekturabzüge der „Acht Geistlichen Gesänge op. 138“. Das erste Stück „Der Mensch lebt und bestehet nur eine kleine Zeit“ war aufgeschlagen. Es war die letzte Komposition, mit der Reger sich beschäftigen sollte.

Zur Erinnerung an den großen Komponisten wird der Thomanerchor Leipzig, unter der Leitung von Gotthold Schwarz, das Festkonzert zum 100. Todestag von Max Reger am 11. Mai, 20 Uhr, in der Thomaskirche mit ebendiesem Werk eröffnen. Weiterhin sind das MDR Sinfonieorchester und der Universitätschor, unter der Leitung von Universitätsmusikdirektor und künstlerischem Leiter des Reger Festjahres, David Timm, zu erleben.

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