2016

Erfolgreiches Pfingstwochenende

Erfolgreiches Pfingstwochenende für die Leipziger Max-Reger-Festtage

Gut besuchte Veranstaltungen, Bravo-Rufe in der Kongresshalle: die Max-Reger-Festtage, rund um den 100. Todestag des Komponisten, verliefen bislang sehr erfolgreich. Allein am Pfingstwochenende besuchten zahlreiche Besucher aus ganz Deutschland die Veranstaltungen der Max-Reger-Festtage. So konnte das Publikum während der Langen Reger-Orgel-Nacht am Samstag, dem 14. Mai, in sechs Kirchen gleichzeitig der Musik Max Regers lauschen und ganz nebenbei die einzigartige Dichte an hervorragenden Orgeln bestaunen. Außerdem wurden Chor-, Sinfonie- und Kammermusikkonzerte veranstaltet. Zu den musikalischen Höhepunkten der Max-Reger-Festtage gehörten dabei bislang die Konzerte in der Kongresshalle Leipzig, die zudem die ersten Sinfoniekonzerte seit 35 Jahren in diesem Haus waren. Vor allem für Solistin Carolin Masur dürfte es am gestrigen Pfingstmontag ein besonderes Erlebnis gewesen sein, dort zu singen, wo zuletzt ihr Vater, Dirigent Kurt Masur, das Gewandhausorchester dirigierte.

Möglich wird dieses vielseitige Programmangebot der Stadt Leipzig durch die Beteiligung aller bedeutenden Leipziger Institutionen, die dem Schaffen des Meisters verbunden sind, wie der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig, dem Thomanerchor, dem Gewandhaus zu Leipzig und der Universität Leipzig bzw. die Universitätsmusik.

Die Max-Reger-Festtage Leipzig dauern noch bis Freitag, 20. Mai. Ihren Abschluss finden die Festtage mit den beiden Gewandhaus-Konzerten am 19. und 20. Mai, dirigiert von Schirmherr Herbert Blomstedt.

Weitere Programmhöhepunkte der Reger Festtage:

  • Chorkonzert, am Donnerstag, 19. Mai, 19.30 Uhr, Thomaskirche, mit dem MDR Rundfunkchor unter der Leitung von Rico Joost, Solisten: Felix Görg (Violine) und Arve Stavran (Orgel)
  • Grosses Concert, am Donnerstag, 19. Mai, und am Freitag, 20. Mai, jeweils 20.00 Uhr, Gewandhausorchester unter der Leitung von Herbert Blomstedt

 

Weitere Informationen zum Festjahr finden Sie unter: www.reger-in-leipzig.de +++

2016 von Melanie Wolf (Kommentare: 0)

Regermatinee: Das Liedschaffen Regers

Viel ist, anlässlich seines 100. Todestages, über Max Regers OEuvre geschrieben worden. Allen voran über das Orgelvermächtnis des Komponisten, denn Reger war Zeit seines Lebens ein großer Orgelliebhaber, ausgezeichneter Organist und erstrangiger Orgelkomponist. Nur Wenige wissen aber, dass Reger mit über 250 Liedern ebenfalls ein beeindruckendes Erbe an Vokalwerken hinterließ. Die Mezzosopranistin Ursula Thurmair und der Pianist Paul Rivinius präsentieren am Sonntag, den 15, Mai 2016, im Salles de Pologne, in einer Liedermatinee Regers Vokalkompositionen und stellen sie geschickt Werken von Hanns Eisler gegenüber. Daraus entstanden ist ein spannendes Programm, das einmal mehr aufzeigt, wie vielseitig und umfassend Regers musikalisches Erbe ist.

Das Duo Paul Rivinius und Ursula Thurmair verbindet eine langjährige Musikfreundschaft. Die beiden Künstler verstehen es Musizierfreude, technische Versiertheit und Ausdrucksstärke auf höchstem Niveau miteinander zu verknüpfen. Paul Rivinius ist als Begleiter von Solisten wie Christian Tetzlaff, Antje Weithaas, Sharon Kam und Widmann ein weltweit gefragter Kammermusikpartner. Ursula Thurmair ist als internationale Konzertsängerin eine Nachwuchssolistin ersten Ranges und arbeitet seit einigen Jahren intensiv mit Paul Rivinius zusammen.

 

Max Reger – Kammermusik: Das Liedschaffen

Sonntag, 15. Mai 2016, 11.00 Uhr

Salles de Pologne

Interpreten:

Ursula Thurmair (Gesang)

Paul Rivinius (Klavier)

2016 von Melanie Wolf (Kommentare: 0)

Sein letzter Tag - Eine Wanderperfomance für Max Reger von Heike Hennig

Max Regers Markenzeichen war, neben seinem derben Humor, seine Maßlosigkeit in beinahe allen Dingen. Legendär ist seine Bestellung nach einem Konzert: „Bringen Sie mir zwei Stunden lang Wiener Schnitzel!“ Ebenso exzessiv wie er aß, trank, rauchte und arbeitete der Komponist. Seine daraus resultierende Leibesfülle kommentierte er gelassen mit dem Anagramm „Rex Mager“.

Wenn es um seine Werke ging war Reger streitbar und angriffslustig. Kritiker, die seine Kompositionen schmähten, bekamen schon mal passende Antworten im typischen Reger-Jargon. Unvergessen ist seine Violinsonate op. 72 über die Begriffe (e)S-C-H-A-F-E und A-F-F-E, die Reger seinen schärfsten Kritikern widmen wollte.

Vieles ist über Reger geschrieben worden. Sein Wesen, seine Werke, sein Lebensstil – sie polarisierten. Doch eines war Reger ganz sicher nie: langweilig!

Gemeinsam mit dem Publikum schreiten die Darsteller durch einen Tag im Leben des Komponisten, Pianisten, Organisten, Dirigenten und Leipziger Universitätsmusikdirektor Max Reger; ein Tag, von dem er nicht wusste, dass es sein letzter sein würde. Sie erzählen vom Beginn an, wo alles noch ungeschrieben ist: der Gesang noch kindlich ungetrübt, das Schaffen frisch, die Liebe zur Musik ungebändigt. Noch schweigt die Sucht. Später packt sie den Reger und lässt ihn Zeit seines Lebens nicht mehr los. Trotz schwerer alkoholischer und depressiven Phasen: er komponiert, er musiziert, er diskutiert und trinkt und isst und arbeitet unmäßig. Plötzlich ist das Lebensmaß voll – Max Reger legt sich zu Bett und steht nie wieder auf.

In der Regie von Heike Hennig agiert Axel Thielmann in der Rolle des Max Reger. Als sein alter ego verkörpert Ronny Hoffmann seinen musikalischen Himmel und seine alkoholische Hölle. Christiane Bräutigam und Kammerchor für Neue Klänge setzen musikalische Akzente u.a. im Cafe Kowalski, in dem es Reger-Bier für alle gibt.

Die Wanderperformance, die eine Stadtführung durch Henner Kotte einschließt, beginnt am königlichen Konservatorium - heute Hochschule für Musik und Theater und endet am nicht mehr existierenden Hotel Hentschel am Roßplatz 8, in dem Max Reger am Morgen des 11. Mai 1916 verstarb.

2016 von Melanie Wolf (Kommentare: 0)

Reger Festtage in Leipzig gestartet

Vor genau 100 Jahren, am 11. Mai 1916, starb ein Komponist, über den sein Kollege Paul Hindemith einst sagte: „Max Reger war der letzte Riese in der Musik. Ich bin ohne ihn gar nicht zu denken.“ Die Stadt Leipzig nimmt dieses Jubiläum zum Anlass, um mit den Max Reger Festtagen vom 8. bis 20 Mai gebührend an den Meister zu erinnern. Damit führt Leipzig die Kette der Jubiläen seit 2009 (Mendelssohn 2009, Schumann 2010, Mahler 2011, THOMANA 2012, Wagner 2013, Friedliche Revolution 2014 und 1.000 Jahre Leipzig 2015) fort, die aus dem Stadtleben nicht mehr wegzudenken sind.

Max Reger, zu Lebzeiten gefeierter Organist, umstrittener Komponist und hochdekorierter Dozent, hinterlässt ein umfangreiches und vielfältiges OEuvre, welches für viele berühmte Komponisten seiner und nachfolgender Generationen Inspiration und Vorbild war.

Regers Leipziger Phase begann 1907 mit seiner Berufung an die Universitätsmusik bzw. an das Königliche Konservatorium. Den Posten als Universitätsmusikdirektor übte er zwar nur kurz aus, seine Meisterklasse am Konservatorium jedoch leitete er mit großem Engagement und Erfolg bis zu seinem Tod weiter. Er starb im Alter von 43 Jahren an Herzversagen, nachdem er ein letztes Mal in Leipzig unterrichtet hatte. In seinem Hotelzimmer fand man die Korrekturabzüge der „Acht Geistlichen Gesänge op. 138“. Das erste Stück „Der Mensch lebt und bestehet nur eine kleine Zeit“ war aufgeschlagen. Es war die letzte Komposition, mit der Reger sich beschäftigen sollte.

Zur Erinnerung an den großen Komponisten wird der Thomanerchor Leipzig, unter der Leitung von Gotthold Schwarz, das Festkonzert zum 100. Todestag von Max Reger am 11. Mai, 20 Uhr, in der Thomaskirche mit ebendiesem Werk eröffnen. Weiterhin sind das MDR Sinfonieorchester und der Universitätschor, unter der Leitung von Universitätsmusikdirektor und künstlerischem Leiter des Reger Festjahres, David Timm, zu erleben.

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MAX-REGER-FORUM Leipzig 2016

Eine Zusammenarbeit der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig, der Hochschule für Künste Bremen und der Hochschule für Musik und Theater München

2016 von Redaktion Max Reger